Montag, 12. Januar 2015

Das Wort zum zweiten Montag im Jahr

Zack - 2015.
Mein neues Jahr hat in Vancouver mit einem großartigen, witzigen Abend angefangen und hat mit einem erfolgreichen Probearbeiten am 2ten Januar, gleich zu den nächsten Punkten ausgeholt - ich hab den Job!
Man kann mich nun offiziell den Barista-Fuchs nennen!
Sprich, ich mache quasi alle Aufgaben von der Annahme der Bestellung, über das Zubereiten bis hin zu der Bedienung -jedenfalls auf die Getränke bezogen- :-)
Bin ich ja doch ein wenig durch das gute alte "el Campo" gewöhnt aber vergleichen kann man es dann doch nicht wirklich.


Erstens ist es ein Cafe, mit Crêpes, Sandwiches und Waffeln

Zweitens ist alles auf englisch (obwohl ich mich noch gut an den Tag im "el Campo" erinnere, wo wir eine geschlossene Gesellschaft mit überwiegend englischen Teilnehmern hatten. "Toilette? Follow the floor and the right door" oder so ähnlich :D) 
Drittens kenne ich die Karte noch nicht wirklich - aber jeder hat mal klein angefangen und das Team und der Boss sind super :-)! Ist aber auch nur ein kleines Cafechen :).

Leider arbeite ich nur Part-Time; so um die 20 Stunden in der Woche. Reicht zum Leben aber leider nicht zum Sparen. Und das hätte ich für meine weiteren USA-Ziele doch ein wenig nötig :D! Aber ich bemühe mich schon um einen zweiten Job :-)!

Ich möchte sowieso noch ein wenig in Vancouver bleiben.
Ich mag diese Stadt, außerdem lebe ich super.

In einer totalen (man könnte schon fast sagen, spießigen) Wohngegend, keinerlei obdachlose Drogenabhängige (und diese sind in Vancouver leider in großer Anzahl vertreten -irgendwo verständlich, überall sonst in Kanada herrschen Minus-Grade-), 10 Minuten von Downtown entfernt, für ein Schnäppchen von Geld. 

Desweiteren habe ich, schon alleine durch meine Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt, viele nette Menschen kennen gelernt, wovon endlich auch mal welche englisch-sprachig sind :-).

Die wenigen Sorgen, die mich hier quälen, sind tatsächlich nur Sorgen über das Geld oder über das was mich erwartet, wenn ich wieder nach Deutschland komme -Studium,Ausbildung oder für immer auf dem Dachboden leben(nein, nein Mutti, keine Sorge..hihi.. :D)-

Oh und dass ich irgendwann dadurch geweckt werde, dass die Kinder von Oben einfach durch meine Decke purzeln. 
Das ist nämlich der einzige Haken an dieser Wohnung - sehr dünne Decken/Wände.
(ich habe den starken Verdacht, dass die Kinder Nachmittags Inliner im Wohnzimmer fahren, wenn nicht sogar Hockeyspiele veranstalten :D).
Aber da ich Nachmittags ja doch eher seltener Zuhause bin; dürfen die da oben soviel Spaß haben, wie sie wollen & Abends sind sie spätestens gegen 22 Uhr auch im Bett!


Vancouver an sich, ist großartig & dass ich schon immer eine Schwäche für das Meer oder allgemein das Wasser hatte, macht mir diese Stadt noch schmackhafter.


Das aufregendste was ich in Vancouver bis jetzt erlebt habe, war eine Vollmond-Nachtwanderung.
Ich habe mich einer Gruppe von Couchsurfing angeschlossen, die sich zum Ziel gesetzt hat, bei Vollmond durch den Schnee, auf einen Berg zu wandern und Downtown im Schein des Mondes zu genißen - großartige Idee! :)
Derweil war es nicht nur wunderschön sondern auch wirklich witzig weil jeder einfach in kurzen Zeitabständen, immer wieder so sehr auf dem Schnee-Eis-Wasser-Gemisch ausgerutscht ist (hat sich aber niemand ersthaft verletzt :-) ).

Oben gab es dann zwar nicht ganz so den erwarteten Ausblick (Nebel..) aber dafür heiße Schokolade und das gute Gefühl etwas geschafft zu haben. Außerdem war es schön, endlich mal wieder Schnee zu sehen -in Vancouver kommt Schnee doch seltener vor, aufgrund der "Wärme" und der Berge-.

Ansonsten gab es ein klitzekleines Revival; Jan, den ich in Toronto kennen gelernt habe, hat es nun auch bis nach Vancouver geschafft und somit habe ich endlich wieder einen, der meine Liebe zu Toronto nachvollziehen kann und sogar teilt.
Denn sonst steht man damit in Vancouver doch recht alleine  - "ach was will man denn in dieser amerikanischen, viel zu überfüllten Großstadt namens Toronto ?!" - ..


Ihr seht also hoffentlich genauso wie ich; keinen Grund zur Beschwerde :-).
Und um zu versuchen, die Eindrücke die hier so auf mich eindringen, zu teilen - hänge ich noch ein paar Bilder zum angucken unter diesen Beitrag.
Ich drücke euch und hoffe, ihr seid alle grandios in das neue Jahr gestartet.

Ps.
Natürlich bleiben die Geschehnisse in Europa nicht unbeachtet in Kanada. Denn selbst die Entfernung macht bei den schrecklichen Vorfällen keinen wirklichen Unterschied und auch hier gab es zahlreiche Trauer-und Protestmärsche.
Je suis Charlie



Wasser und Lichter sind was feines

Downtown

Canada Place

Gar nicht so klein, dieses Vancouver






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